In Trauer nehmen wir Abschied von unserem lieben Kollegen Herrn Robert Pils, der am Montag, 03.08.2026 im Alter von 63 Jahren plötzlich und völlig unerwartet verstorben ist.

Mit seinem großen montanarchäologischen und geologisch-mineralogischen Fachwissen war Robert Pils – neben seiner beruflichen Tätigkeit als Mitarbeiter in der Atomic Austria GmbH – ein allseits hochgeschätzter Experte für den bronzezeitlichen, aber auch historischen Bergbau im Bundesland Salzburg.

Seit mehr als 20 Jahren war Robert Pils die treibende Kraft und gute Seele des »Arthurstollens« bei St. Johann im Pongau – einem einzigartigen montanarchäologischen Denkmal des bronzezeitlichen Kupferbergbaues. Mit weit mehr als zweitausend Befahrungen gab es wohl niemanden, der den Arthurstollen so gut kannte, wie er. Mit unermüdlichem persönlichen Engagement und so manchen Widrigkeiten trotzend, widmete er sich der Dokumentation und den regelmäßigen Sanierungsarbeiten für den langfristigen Erhalt »seines« Arthurstollens, für den er zuletzt auch als Obmann des Vereines »Montandenkmal Arthurstollen« verantwortlich war.

Robert Pils beteiligte sich an unterschiedlichen Forschungsprojekten und pflegte enge Kontakte zu regionalen und internationalen Forschungseinrichtungen und Museen, wie insbesondere der Landesarchäologie Salzburg, dem Salzburg Museum, dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale in Sachsen-Anhalt und dem Deutschen Bergbaumuseum in Bochum.

Seit dem Jahr 2007 war Robert Pils ein Teil des interdisziplinären HiMAT-Forschungsprojektes und dabei unter anderem maßgeblich an der Prospektion und Beprobung der unterschiedlichen Erzgänge in der Mitterberg-Region beteiligt. Durch sedimentologische Analysen und experimentalarchäologische Versuchsreihen konnte er neue Ansätze zur bronzezeitlichen Kupferaufbereitung und -verhüttung gewinnen, die er nun leider nicht mehr abschließen und veröffentlichen konnte. An seine Schmelzversuche anknüpfend, beteiligte er sich ab dem Jahr 2012 zudem am »Salzburger Gusskuchenprojekt« und konnte Versuche zum Herstellungs- und Zerteilungsprozess von bronzezeitlichen plankonvexen Kupfergusskuchen durchführen.

Ein großen Anliegen war ihm stets die museale Bewahrung und Vermittlung des montanarchäologischen Erbes sowie auch der regionalen Kulturgeschichte im Allgemeinen. So engagierte er sich seit dem Jahr 2011 bis zu dessen Schließung als ehrenamtlicher Kustos des Museums am Kastenturm in Bischofshofen. Nach der Wiedereröffnung des Museums widmete er sich als Obmann und Kustos des Museumsvereines Bischofshofen bis zuletzt dem Aufbau eines dauerhaften und professionellen Museumsstandortes im Besucherzentrum »Erz der Alpen UNESCO Global Geopark« in Bischofshofen. Für die hierfür erfolgreich absolvierten musealen Fortbildungen wurde Robert Pils im Jahr 2025 durch den Landesverband für Salzburger Museen und Sammlungen als »Qualifizierter Museumsmitarbeiter« ausgezeichnet.

Sowohl bei seiner Forschungstätigkeit als auch bei Führungen und Vorträgen war stets seine große Leidenschaft und Begeisterung für den Bergbau spürbar, die sich unter anderem auch in seinen mit großem Können und Geduld aufgenommenen Landschaftsfotografien zeigte.

Zuletzt wirkte Robert Pils als Co-Ausstellungskurator an der vor Kurzem eröffneten Sonderausstellung »BronzeZeit. Bergleute, Händler und Eliten vor 4.000 Jahren im Salzachtal« im Museum Burg Golling mit und lies bei der Ausstellungseröffnung alle Anwesenden – ein letztes Mal – an seinem umfangreichen montanarchäologischen Wissen teilhaben.

Mit Robert Pils verlieren wir einen lieben Kollegen und langjährigen Wegbegleiter, dessen Hilfsbereitschaft und typischer »Schmäh« unvergessen bleiben werden. Dankbar für die gemeinsamen Projekte, lehrreichen Gespräche und vielfältigen Kooperationen werden wir ihm im Museum Burg Golling ein stets ehrendes Andenken bewahren und wünschen ihm ein letztes »Glück Auf«.

Der Familie und allen Angehörigen sprechen wir unser tiefempfundenes Mitgefühl aus.

Im Namen des Museum Burg Golling
Sebastian Krutter, BA MA