BronzeZeit

Bergleute, Händler und Eliten vor 4.000 Jahren im Salzachtal

Sonderausstellung
2026-2026

Mit der revolutionären Erfindung der Bronze, einem goldglänzenden Metall aus Kupfer und Zinn, begann eine neue Epoche der Menschheitsgeschichte – die Bronzezeit. Das neue, äußerst widerstandsfähige Metall war ein »Gamechanger«, der die Welt tiefgreifend veränderte, technologische Innovationen befeuerte, noch nie dagewesenen Reichtum ermöglichte, mächtige Eliten aufsteigen ließ, soziale Ungleichheit begünstigte und kriegerische Konflikte schürte. Die Beschaffung begehrter Ressourcen verband kulturelle »Hotspots« wie Vorderasien, Ägypten und die Ägäis mit dem fernen Mitteleuropa. Es entstand eine globalisierte Welt, die durch den Fernhandel auf dem Land- und Seeweg eng miteinander vernetzt war. In Mitteleuropa begann die »Glanzzeit« der Bronze um 2.300 v.Chr., deren archäologische Spuren sich über rund 1.500 Jahre hinweg auch im Salzachtal sowie dem Gollinger Becken nachweisen lassen. Die reichen Kupfervorkommen führten zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blütezeit des Salzachtales, dessen Siedlungen, Bergwerke, Gräber und Einzelfunde wertvolle Einblicke in das Leben der bronzezeitlichen Bergleute, Händler, Bauern und Eliten erlauben. Abseits der blühenden Hochkulturen des Mittelmeerraums war es eine schriftlose Zeit, von der heute nur mehr archäologische Funde zeugen, die einst goldglänzend nach Jahrtausenden im Boden durch eine tiefgrüne Patina beeindrucken.

Die Sonderausstellung widmet sich dieser heute eher unbekannten Epoche der Menschheitsgeschichte und gibt mit vielen noch nie öffentlich gezeigten archäologischen Funden neue Einblicke in das Leben der Menschen im Salzachtal in der Bronzezeit. Ausgehend von den neolithischen »Ursprüngen«, zeigt die Sonderausstellung die revolutionären Eigenschaften der Bronze und ihre allmähliche Ausbreitung. Ein Überblick über die einst bekannte Welt von den Britischen Inseln bis nach Vorderasien und Ägypten veranschaulicht neben wichtigen Fundstellen und Ereignissen auch den »globalen« Fernhandel, über den Kupfer, Zinn und andere Rohstoffe verhandelt wurden.

Von der »weiten Welt« der Bronzezeit führt die Sonderausstellung schließlich in das Salzachtal. Hier erwartet die Besucher/innen eine großformatige Illustration, die einen imposanten Blick in die Landschaft des Gollinger Beckens bietet. Thematisiert werden dabei die zahlreichen Höhensiedlungen, Ackerbau, Viehzucht und Hochweidenutzung, aber auch »fremde« Objekte, die auf Fernkontakte hindeuten. Ebenso beleuchtet werden Gräber und rituelle Opfergaben, die von religiösen Vorstellungen, aber auch von dem sozialen Status und dem Wohlstand der Menschen zeugen. Ein prominentes Highlight ist dabei der Kammhelm vom Pass Lueg, dem eine weitere großformatige Illustration gewidmet ist.

Zuletzt veranschaulicht die Sonderausstellung den bronzezeitlichen Kupferbergbau der »Mitterberg-Region« und den Weg des Kupfererzes vom beschwerlichen Abbau in den Tiefen des Berges über die aufwendige Aufbereitung und Verhüttung bis zu typischen Kupferbarren, die in weite Teile von Europa gehandelt wurden. Am Ende der Sonderausstellung steht schließlich das »Himmlische Eisen«, das als neues Metall den Weg in eine wiederum neue Epoche – die Eisenzeit – bereitete. Verschiedene »Hands-on-Objekte« laden zum Berühren ein – so können Besucher/innen ein bronzezeitliches Schwert erproben oder goldglänzendes Kupfererz unter die Lupe nehmen.

 

Mit dem Experten in die BronzeZeit

In der Sonderausstellung »BronzeZeit – Bergleute, Händler und Eliten vor 4.000 Jahren im Salzachtal« besteht für besonders interessierte Besucher/innen die Möglichkeit einer Expertenführung. Dabei geben Experten/innen des Museum Burg Golling wissenschaftlich fundierte Informationen über die Geschichte der Bronzezeit im Salzachtal und bieten exklusive Einblicke in aktuelle archäologische Forschungsprojekte des Museums. Im Gespräch mit den Experten/innen können alle unbeantworteten Fragen diskutiert werden.

Termine

Sonntag, 14.06.2026, 05.07.2026, 09.08.2026, 06.09.2026 und 11.10.2026 jeweils um 10:00 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich. Treffpunkt an der Museumskasse.

Individuelle Wunschtermine für Gruppen sind auf Anfrage gerne möglich.

Kooperationspartner und Leihgeber

Marktgemeinde Golling an der Salzach | Amt der Salzburger Landesregierung, Ref. 2/03: Volkskultur, kulturelles Erbe und Museen | Salzburg Museum | Naturhistorisches Museum Wien | Robert Pils | Kurt Rauner | Museum Schloss Ritzen