Die neue Sonderausstellung »BronzeZeit – Bergleute, Händler und Eliten vor 4.000 Jahren im Salzachtal« erzählt von der revolutionären Erfindung der Bronze, einem goldglänzenden Metall aus Kupfer und Zinn, mit dem eine neue Epoche in der Menschheitsgeschichte – die Bronzezeit – begann. Das neue, äußerst widerstandsfähige Metall war ein »Gamechanger«, der die Welt tiefgreifend veränderte, technologische Innovationen befeuerte, noch nie dagewesenen Reichtum ermöglichte, mächtige Eliten aufsteigen ließ, soziale Ungleichheit begünstigte und kriegerische Konflikte schürte. Die Beschaffung begehrter Ressourcen verband kulturelle »Hotspots« in Vorderasien, Ägypten und der Ägäis mit dem fernen Mitteleuropa. Es entstand eine globalisierte Welt, die durch den Fernhandel auf dem Land- und Seeweg eng miteinander vernetzt war.

In Mitteleuropa begann die »Glanzzeit« der Bronze um 2.300 v.Chr., deren archäologische Spuren sich über rund 1.500 Jahre hinweg auch im Salzachtal sowie dem Gollinger Becken nachweisen lassen. Die reichen Kupfervorkommen führten zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blütezeit des Salzachtales, dessen Siedlungen, Bergwerke, Gräber und Einzelfunde wertvolle Einblicke in das Leben der bronzezeitlichen Bergleute, Händler, Bauern und Eliten erlauben. Abseits der blühenden Hochkulturen des Mittelmeerraums war es eine schriftlose Zeit, von der heute nur mehr archäologische Funde zeugen, die einst goldglänzend nach Jahrtausenden im Boden durch eine tiefgrüne Patina beeindrucken.

Die Sonderausstellung »BronzeZeit« ist ab sofort von Mai-Oktober jeweils Donnerstag bis Sonntag von 10:00-15:30 Uhr für Besucher/innen geöffnet. Einmal im Monat wird eine Expertenführung durch die Sonderausstellung angeboten; individuelle Wunschtermine für Gruppen sind auf Anfrage gerne möglich. Alle Termine und weitere Informationen unter: www.museumgolling.at/ausstellungen/bronzezeit/